30.03.09/22:00/Lübeck/ir
+++ Alkohol-Schüler-Tod in der Türkei: Ex-Freundin weint um toten Rafael: „Das letzte, was er zu mir sagte war: Ich hab Dich lieb, mein Mäuschen!“ +++

Weinend hält Frieda H. ihr Handy in die Kamera. Zu sehen ist ihre letzte SMS an ihren Ex-Freund Rafael. „Bitte, bitte, sag, dass Du nicht tot bist!“ steht im Display. Frieda hat keine Antwort von Rafael erhalten. Der 21jährige Schüler aus Lübeck lebt nicht mehr.

Rafael starb nach einer Feier, auf der offenbar Unmengen Alkohol flossen, im Hotel "Anatolia Beach" in Kemer bei Antalya. Zwei seiner Mitschüler liegen noch mit Alkoholvergiftung im Koma, einer von ihnen musste nach türkischen Medienberichten in der Klinik wiederbelebt werden. Beide schweben in Lebensgefahr. Vier weitere Schüler, davon ein Mädchen, sind verletzt, leiden offenbar u.a. an Sehstörungen.
Rafael war morgens nicht zum Frühstück erschienen, Hotelangestellte, die dann das Zimmer öffneten, fanden den jungen Mann leblos auf seinem Bett vor, er war bereits tot.

Die Schüler des Lübecker Bildungszentrums Mortzfeld waren in Begleitung eines 55jährigen Lehrers auf Klassenfahrt, der offenbar zuvor Alkohol verboten hatte, woraufhin die Schüler heimlich auf dem Zimmer weitertranken. Die Schulleitung geht von einer Methylalkohol-Vergiftung durch gepanschte Getränke aus. Die zuständige Staatsanwaltschaft in der Türkei lässt dieses derzeit prüfen, Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.

Gepanschter Alkohol ist in der Türkei offenbar gang und gäbe. Die ZEIT erinnert daran, dass vor fast genau vier Jahren dort bereits schwarz gebrannter Raki mehr als 20 Menschen getötet hat. Immer wieder gibt es demnach Versuche von Kriminellen, die recht hohen Preise für Alkohol in der Türkei mit schwarz gebranntem Schnaps zu unterlaufen. Erst vor zwei Wochen waren vier Menschen im nordwesttürkischen Bursa gestorben, die zuvor gepanschten Raki getrunken hatten.

Frieda unterdessen kann das alles nicht glauben. 7 Promille Alkohol – so einer war Rafael nicht. „Er hat doch gewusst, wenn er so was macht, dann schickt ihn der Lehrer nach Hause, und er hatte sich doch so auf die Reise gefreut – das hätte er nie riskiert.“
Frieda kennt Rafael seit 3 Jahren. 2006 lernten die beiden sich kennen, verliebten sich Hals über Kopf und waren ½ Jahr zusammen.
Dann gab es Streit, das Paar trennte sich und hatte keinen Kontakt mehr. Schließlich trafen sich Rafael und Frieda wieder. Sie traf ihn zufällig auf dem Weg zur Arbeit. Das war vor über einem Jahr - und seitdem sind die Beiden dicke Freunde gewesen. „Er war so süß, hat mir immer am Computer geholfen,“ erzählt Frieda. Computer – das war Rafaels große Leidenschaft. Er wollte später auch mal irgendwas mit IT machen. Frieda absolviert gerade eine Ausbildung als Erzieherin in einem Kindergarten. Tapfer ist sie heute zur Arbeit gegangen. Obwohl sie an nichts anderes, als an Rafael denken kann.
Als wir sie heute in einem Café treffen, schreibt sie gerade eine Beileidskarte an Rafaels Familie: Liebe Familie, auf diesem Wege möchte ich Ihnen mein Beileid aussprechen. Ich war so geschockt, als ich von Rafaels Tod erfahren habe.

Am Samstag hatte Frieda einen Anruf von ihrer besten Freundin bekommen: Hast Du schon gehört? - schrie diese ins Telefon - Rafael ist tot! Immer wieder fragt Frieda bei ihrer Freundin nach, das könne doch nicht sein. Frieda kann und will es einfach nicht glauben.

Schließlich schreibt sie Rafael noch am Samstag eine SMS: „Bitte bitte sag, dass Du nicht tot bist, bitte schreib zurück.“ Sie zeigt uns die SMS in die Kamera. Aber die schreckliche Botschaft ist wahr. Und das Display von Friedas Handy bleibt leer.

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27.03.09/19:00/Hamburg/ir
+++ MORD IM AQUAFIT HH-OTHMARSCHEN: „Nicole war ein Sonnenschein, so fröhlich!“ Schock und Trauer um ermordete Kollegin - Marija P. war die Letzte, die Nicole noch lebend gesehen hat! +++

„Ich hab noch zu ihr gesagt: Pass auf, dass er dich nicht auf der Arbeit abfängt. Und jetzt ist es passiert.“ An diese Worte muss Marija P., Angestellte des „AquaFit“ in Hamburg-Othmarschen in diesen Tagen immer wieder denken. Ihre Freundin Nicole B. (41) ist vergangenen Mittwoch bestialisch ermordet worden, erstochen in ihrem eigenen Auto, auf dem Parkdeck des AquaFit. Im Verdacht: Ihr Ex-Freund. Noch immer geschockt erzählt uns die 34Jährige Marija von dem Terror, den die Tote zuvor erleiden musste. Terror durch ihren türkischstämmigen Ex-Freund (40), der sie eifersüchtig bestalkt und bedroht haben soll - so hat es Nicole G. bei der Polizei angegeben.

Die Wohnung des Verdächtigen in Hamburg-Harburg war bereits am Morgen nach der Tat von einem MEK-Trupp gestürmt worden, aber der Gesuchte war nicht zuhause, blieb tagelang verschwunden. Am Freitagabend tauchte er schließlich bei der Polizei auf, um zu signalisieren, dass er nicht auf der Flucht ist – die Aussage jedoch verweigerte er, gibt nur an, dass er unschuldig sei. Da er tatverdächtig, jedoch nicht dringend tatverdächtig ist, weil die Beweise fehlen, durfte der Mann wieder gehen. Am Samstag Abend haben wir versucht mit Suat zu sprechen, aber wir trafen nur seine Schwester an. Sie erklärte uns, dass er nicht zu Hause sei und beteuerte noch mal seine Unschuld.

Ist er der Täter? Oft hatte er seiner Ex-Freundin gedroht. So auch am 14.3.: Nicole G. war in einem Harburger Restaurant zum Essen, als der 40Jährige auf einmal dazu kam. Er nahm ihr das Handy weg, machte es kaputt, brüllte herum. Sven T. (Name geändert), ein Angestellter des Restaurants, bekam alles mit, sagte uns, die Szene sei beängstigend gewesen, der Mann sei völlig ausgerastet. „Er hat sie bedroht, er wollt ihr an die Wäsche!“ Schnell wurde die Polizei gerufen. Später am Abend sprang er auf ihr Auto zu, hämmerte mit den Fäusten auf das Auto ein, versuchte die Fahrertür zu öffnen, vermutlich, um seine Ex-Freundin aus dem Auto zu ziehen. Danach erwirkte Nicole B. eine Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz gegen ihren Ex-Freund. Nun durfte er sich ihr nicht mehr nähern.

Nicole B. starb am Mittwoch auf dem Parkdeck am AquaFit in der Paul-Ehrlich-Straße. Sie saß zusammengesunken am Steuer ihres Autos, hinter der zersplitterten Fahrerscheibe, völlig blutüberströmt, durch die tödlichen Messerstiche. Augenzeugen zufolge waren auch Stichwunden im Kopf des Opfers.
Nicole B. war am Abend von einem Kollegen in ihrem Auto entdeckt worden, der sie zunächst für bewusstlos hielt. Als die Rettungskräfte gegen 19:30 Uhr eintrafen, konnten sie nichts mehr für die Frau tun, sie war bereits tot.

Von der Tatwaffe fehlt immer noch jede Spur.

Nicole B. hinterlässt ihren 10jährige Sohn, der jetzt von ihrer Familie betreut wird, die sich völlig zurückgezogen hat.

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19.03.09/20:00/Hamburg/ir
+++ Totes Baby Lara Mia (9 M) – Vater (20) fassungslos: „Warum hat mich keiner über ihren Tod informiert??“ ! +++

von Inken Ramelow

Der schreckliche Tod der kleinen Lara-Mia – er ist nun schon über eine Woche her. Am Mittwoch, den 11.3. war das Baby tot in der Wohnung seiner Mutter gefunden worden. Erschütternd: Bis heute hat der Vater der Kleinen, Fabian W. (20, Name auf seinen Wunsch geändert) nichts vom Tod seines Kindes gewusst.

Fabian hat sein Kind nie gesehen, Jessica habe das immer unterbunden, erzählt er uns mit leiser Stimme. „Jetzt bin ich aber fast froh, dass ich sie nie kennenlernen durfte. Dann wärs wohl noch schlimmer für mich“ sagt er.

Fotos möchte er nun aber doch von der Kleinen sehen, wir zeigen sie ihm. „Vor gut einer Woche habe ich noch Post vom Jugendamt bekommen. Es ging darum, dass ich Unterhalt für Lara zahlen soll. Jetzt ist sie tot und keiner meldet sich. Warum sagt mir das Jugendamt nicht, dass mein Kind tot ist? Na, wahrscheinlich haben sie ein schlechtes Gewissen“ sagt er bitter, „ist ja auch kein Wunder.“ Dass auch Jessica oder ihre Mutter sich bei ihm nicht gemeldet haben, kann er nicht verstehen. (Mehr Informationen/ Text auf Anforderung)


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12.03.09/16:00/Hamburg/ir
+++ Tote Lara-Mia (9M) starb stark unterernährt: Kindsmutter und ihr Freund trotzdem auf freiem Fuß! Unterdessen schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt! +++

von Inken Ramelow

Jetzt steht es fest: Das kleine Mädchen war stark unterernährt. Die Rechtsmediziner forschen allerdings immer noch nach der genauen Todesursache, und genau das macht die Sache schwierig: denn der kausale Zusammenhang zwischen Unterernährung und Tod ließ sich bisher nicht eindeutig nachweisen, damit hat die Polizei rechtlich derzeit keine Handhabe, das Paar weiter festzuhalten. Die Polizei braucht dazu einen Haftbefehl, und dieser ist nur bei dringendem Tatverdacht möglich, und solange das Ergebnis nicht vorliegt, darf das Paar nicht länger festgehalten werden.

Die Mordkommission ermittelt weiter: „Sobald wir die genaue Todesursache kennen, bewerten wir die Sache wieder ganz neu“, erklärt Ralf Meyer von der Polizei Hamburg.

Für Nicole Z. und Jenny R. steht fest, dass ihre kleine Nichte sterben musste, weil ihre Schwester, die Kindsmutter Jessica sich nicht um ihr Kind kümmerte. „Seit Lara-Mia die Flasche nicht mehr bekommt, hat sie dem Kind nur noch Gläschen gegeben, nichts zu trinken. Als wir sie darauf ansprachen, dass das Kind auch was trinken muss, sagte sie nur, das Gläschen würde schon reichen. Ihr war gar nicht klar, dass Babys auch trinken müssen!“

Die Schuld am Tod des kleines Mädchens geben Nicole und Jenny vor allem dem Jugendamt. Jessica R. war 17 bei der Geburt des Kindes, sie hätte ihrer Auffassung nach hätte nicht alleine in einer Wohnung leben dürfen, geschweige denn ein Kind aufziehen. Schon vor einem halben Jahr schlugen die Schwestern beim Jugendamt Alarm, doch ihre verzweifelten Anrufe wurden einfach ignoriert, oder man die Sozialarbeiter zogen wieder ab, wenn Jessica R. ihnen die Tür nicht öffnete.

Die Schwestern wollen jetzt Anzeige gegen das Jugendamt erstatten: „Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“

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12.03.09/11:00/Hamburg/ir
+++ Schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt: Tante der kleinen Lara-Mia: „Wir hatten gewarnt: muss die Kleine denn erst sterben?“ +++

von Inken Ramelow

„Wann werden Sie endlich was unternehmen, muss die Kleine denn erst sterben?“ Das war das letzte Telefonat, das Nicole Z. mit dem Jugendamt geführt hat.

Wenige Monate später ist die kleine Lara-Mia tot. Gestorben in der Wohnung ihrer Mutter, dehydriert, unterernährt und vernachlässigt.
Nicole Z. ist Lara-Mias Tante. Immer wieder versuchte sie, das Jugendamt auf die schrecklichen Zustände in der Wohnung ihrer Schwester Jessica aufmerksam zu machen. Das Kind lebte zwischen schmutzigen Windeln, in einer komplett verdreckten Wohnung. Mit der Versorgung ihres Babys war die 18jährige Jessica R. offenbar vollkommen überfordert. „Jessica hat nicht mal gewusst, was das Kind zu trinken bekommen muss!“ erzählt ihre ältere Schwester Nicole. Jessica habe sich auch nicht wirklich für Lara-Mia interessiert, nur Jessicas Freund Daniel C. habe sich um das Kind gekümmert. Auch mit der Versorgung ihrer Haustiere hatte das Paar offenbar Schwierigkeiten: bereits kürzlich sind eine Ratte und ein Kaninchen in der Wohnung verstorben. Trotzdem legten Jessica R. und ihre Freund Daniel C. sich vor 3 Wochen einen Hundewelpen zu. Vergaßen sie darüber die kleine Lara-Mia?

Die Warnungen der Tante an das Jugendamt wurden offenbar ignoriert. „Ich habe es bestimmt 6-8 Mal versucht, aber immer wurde ich abgewimmelt“.

Die Angaben des Bezirksamts Mitte, beim letzten Besuch am 03. März 2009 habe das Kind gut ausgesehen, können nach den Angaben von Nicole Z. nicht stimmen. Bereits seit einem halben Jahr wies das Mädchen deutliche Zeichen von Unterernährung auf.
Gegen Jessica R. (18), die Mutter der toten Lara Mia und ihren Lebensgefährten Daniel C. wird wegen des Verdachts der Tötung durch Unterlassen ermittelt.

Das Obduktionsergebnis wird für heute mittag erwartet.

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11.03.09/20:00/Hamburg/ir +++ Schon wieder! Baby offenbar an Unterernährung gestorben - Lara Mia (9 Monate) wog bei ihrem Tod nur circa 5 kg! +++

von Inken Ramelow

Das Baby aus Hamburg-Wilhelmsburg ist tot. Die kleine Lara Mia wurde gerade mal 9 Monate alt. Das kleine Mädchen wog nach HAMBURG on air-Informationen noch 5 Kilogramm, gerade die Hälfte dessen, was gesunde Babys ihres Alters auf die Wage bringen sollten.

Die Rettungskräfte waren erschrocken über das Aussehen des Kindes, gegenüber HAMBURG on air berichtete einer: das kleine Mädchen war so unterernährt, dass die Haut komplett faltig war. Das Kind habe greisenhaft ausgesehen. Der Zustand des Mädchens sei darüber hinaus verwahrlost und dreckig gewesen.

Gegen Jessica R. (18), die Mutter der toten Lara Mia und ihren Lebensgefährten Daniel C. wird inzwischen wegen des Verdachts der Tötung durch Unterlassen ermittelt. Beide sind am Nachmittag festgenommen worden. Wenn die Obduktion morgen die erwartete letzte Gewissheit darüber bringt, was mit dem Baby passiert ist, sollen sie einem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach Informationen des Hamburger Abendblatts wurde die kleine Familie bereits seit fast einem Jahr intensiv durch das Jugendamt betreut. Sozialpädagogen besuchten die junge Mutter demnach mehrmals pro Woche zuhause, zuletzt am 3. März.

Die Mutter hatte gegen 12:10 Uhr offenbar selbst die Rettungskräfte alarmiert, nachdem das sie das kleine Mädchen heute Mittag leblos neben ihrem Bettchen vorgefunden hatte. Der Notarzt versuchte vergeblich, das Leben des Kindes zu retten, Lara Mia starb noch in der Wohnung.

„Vor 3 Wochen haben sie sich einen kleinen schwarzen Hund zugelegt, seitdem haben wir das Baby nur noch einmal gesehen“, erzählt eine Nachbarin.

Eine andere Nachbarin hatte schon ein komisches Gefühl und ist erschüttert, als sie von uns erfährt, was passiert ist: „Ich habe das kleine Baby schon seit Wochen nicht gesehen! Ich habe die Eltern immer gefragt, wo ist denn das Baby? Das sei oben, es sei alles ok, hiess es da immer. Aber dass es nun tot ist? Um Gottes Willen!“ Nachbarin Margret D. ist fassungslos.

Die Mordkomimission ermittelt, das Baby soll morgen früh in der Rechtsmedizin obduziert werden.
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10.03.09/15:00/Stade/ir +++ Prozess um Tod der reichen Kaffee-Erbin – Angeblich Tötung auf Verlangen? Schon beim Auftakt erste Widersprüche! +++

„Meiner Mandantin tut es wahnsinnig leid, was sie getan hat. Sie würde die Tat am liebsten ungeschehen machen.“ Dieser Prozessauftakt sei ein sehr schwerer Tag für ihre Mandantin gewesen, fügte Verteidigerin Kartin Bartels hinzu. Kein Wunder, waren doch gleich zu Beginn erste Ungereimtheiten in der Aussage der Beschuldigten aufgetaucht. Es ging am heutigen Prozesstag vorwiegend um die Frage, ob Frau B. die 75jährige auf deren eigenes Verlangen hin getötet hat.

Die 75jährige Verena Jansen aus dem feinen Hamburg-Blankenese war im vergangenen Sommer ermordet in einem Maisfeld südlich von Hamburg aufgefunden worden.

Die 51jährige Angeklagte brachte in ihrer heutigen Aussage vor dem Stader Landgericht einige Daten und Gegebenheiten durcheinander. Widersprüche gab es auch in Bezug auf ihre Aussagen bei der Polizei. Gegenüber den Polizeibeamten hatte sie angegeben, dass sie bereits vor der Tat gemeinsam mit Verena Jansen zweimal zu einem „Locationscouting“ im Hamburger Umland unterwegs gewesen sei, um den perfekten Ort für den Tod der älteren Dame zu finden. Das wollte sie heute vor Gericht so nicht mehr bestätigen. Warum sie sich heute anders äußerte als in der Vernehmung, blieb unklar.

Frau B. sagte zudem aus, dass sie vor der Tötung der alten Dame immer wieder zurückschreckte. Allein die Gabe des Medikamenten-Cocktails habe ihr große Schwierigkeiten bereitet. „Wollen sie das auch wirklich?“, habe sie die 75jährige immer wieder gefragt. Dazu wollte jedoch gar nicht passen, dass Frau B. ihr Opfer letztendlich mit bloßen Händen erwürgte.

Die gelernte Zahnarzthelferin B. ist wegen Totschlags angeklagt. Kommenden Freitag (13.03.) wird der Prozess fortgesetzt. Dann soll die Angeklagte Nachfragen zu den Tatumständen beantworten. Insgesamt sind für den Prozess 9 Verhandlungstage angesetzt.

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