28.07.09/12:01/Hamburg/ir +++ Spielplatz-Sex-Gangster gefasst! – Opfer Angelique (7) muss keine Angst mehr haben: „Ich bin so froh, dass er weg ist!“ +++

Sie haben ihn! Nachdem die Polizei seit knapp 3 Wochen nach dem gefährlichen Sex-Täter öffentlich gefahndet hat, ist er jetzt gefasst: Ein 36jähriger Mann aus Hamburg-Harburg.

Erleichterung bei den betroffenen Kindern und Eltern: "Ich bin so froh darüber, dass er gefasst ist", sagte die kleine Angelique (7) strahlend in unsere Kamera, auch ihre Mutter ist mehr als erleichtert. Eine Anwohnerin bekam gestern die Festnahme des Mannes mit. "Er saß mit Handschellen im Auto, die Straße war voller Polizei."

Andreas K. soll mindestens drei Kinder in Hamburg-Harburg/Wilstorf sexuell belästigt haben. Der Mann hatte sich u.a. die Hose runtergezogen und die Kinder gezwungen, ihn anzufassen.

Betroffen waren die 9jährige Nellie (Name geändert) und ihre Freundinnen: Am 4. Juli tollen die 9Jährige und ihre zwei Freundinnen ausgelassen auf dem Spielplatz Reeseberg herum. Dann steht da auf einmal ein Mann: Soll ich Euch beim Schaukeln anschubsen? – fragt er. Die Kinder freuen sich. Als sie Vertrauen fassen, lockt er sie mit Geld hinter einen Schuppen. Dort: „Der Mann hat gesagt, wenn wir ihn nicht anfassen, dann haut er uns.“ erzählt die kleine Nellie. Die Kinder rennen verängstigt nach Hause.

Nellies Vater und weitere Eltern melden sich bei der Polizei, das Landeskriminalamt 42 für Sexualdelikte übernimmt den Fall. Nellie kann den Täter so gut beschreiben, dass ein Phantombild gezeichnet werden kann. Mit diesem Bild wird ein Fahndungsplakat gedruckt.

Auch Angelique (7) war von dem Mann angesprochen worden, er hatte am Zaun ihrer Schule gestanden. Er lockte sie mit Bonbons. Angelique tat das einzig richtige: Sie rannte weg! Strafrechtlich verfolgt wird dieser Fall allerdings nicht, da hier „nichts passiert ist.“

Und so wurde der Täter gefasst: Am 23.7. wird in einer Kita in Hamburg-Marmstorf eingebrochen. Der Einbrecher will Wertgegenstände klauen, wird aber geschnappt. Das LKA 42 bekommt auf dem Routineweg Kenntnis von dem Fall. Es stellt sich heraus: Der Kita-Einbrecher hat große Ähnlichkeit mit dem Phantombild. Ein Durchsuchungsbefehl für die Wohnung des Mannes wird erwirkt. Die Beamten finden dort die von den Kindern beschriebene Kleidung des Täters, seine äußerliche Ähnlichkeit zum Phantombild ist frappierend. Bei der Vernehmung räumt der Täter alles ein. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.

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21.07.09/16:00/Hamburg/ir +++ Doch nicht so harmlos - Polizei bestätigt Zeugen: Zwei Jugendliche und ein Kind wollten offenbar 14jährige vergewaltigen! +++

Jetzt hat die Polizei es bestätigt: Das LKA ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen!
HAMBURG on air hatte mit Zeugen gesprochen, die sich empört darüber geäußert hatten, dass der Vorfall zunächst als „harmlose Grabbelei“ dargestellt wurde.

Es ist ein Fall, der für Entsetzen sorgt:
Die Jugendlichen und Kinder hatten sich offenbar zum „saufen“ verabredet, um den Geburtstag eines 13Jährigen zu feiern.
Das Ende der „Party“: Eine erst 14jährige Jugendliche wurde vom Notarzt auf dem Spielplatz vorgefunden, wie sich später herausstellte hatte sie über 3 Promille Alkohol im Blut. Eine weitere 14Jährige wurde offenbar von ihren drei Bekannten systematisch betrunken gemacht, um mit ihr eine Art „Gang-Bang“ gegen ihren Willen zu veranstalten. Es war klar, sie wollten sie vergewaltigen, sagen unbeteiligte Zeugen.
Erschütternd: Zwei der Beteiligten sind erst 15, der Dritte im Bunde ist noch ein Kind – er ist 13 Jahre alt!

Auch Uwe N. (41) war an dem Abend mit seinem Hund unterwegs und kam am Tatort vorbei - er wurde Zeuge der Vorfälle. Die Situation sei eindeutig gewesen, sagte er HAMBURG on air, "die wollten sich gerade über das Mädchen hermachen," sie habe bereits am Boden gelegen.

Die "Geburtstagsparty" hatte am Samstagabend auf einem Spielplatz in Hamburg-Horn stattgefunden. Ca. 10 Kinder und Jugendliche hatten sich dort zum Trinken und feiern getroffen. Zeugen beschrieben die Situation als Schnapsgelage.

3 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren hatte die Polizei zunächst festgenommen, alle wurden später wieder entlassen, Haftgründe lagen offenbar nicht vor. Ermittelt wird gegen zwei der Beiden, der Dritte ist mit seinen 13 Jahren noch nicht strafmündig.

Die 14Jährige, die ins Koma gefallen war, wurde im Kinderkrankenhaus wegen schwerer Alkoholvergiftung auf der Intensivstation behandelt.

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20.07.09/08:00/Bad Segeberg und Wahlstedt/ir +++ 13jähriger Schüler auf Klassenfahrt offenbar von Mitschüler vergewaltigt! +++

Nico* hat Markus* einen Stock in den Po gesteckt.“ Es klingt harmlos, was die 13jährige Lucy* aus Wahlstedt (Schleswig-Holstein) da über ihre Klassenkameraden erzählt. Aber es war offenbar eine brutale Vergewaltigung, die einen Schüler psychisch wie physisch verletzt hinterließ.
Auch dass Markus den Boden auflecken musste, bestätigt Lucy. Sie selber ist die Schülerin, die das mit dem Handy filmte. „Ich habs aber gelöscht.“ Die Lehrerin habe das befohlen.
Eine grausame Quälerei eines hilflosen Schülers? „Es war alles Spaß,“ behauptet Lucy. „Wir haben so eine Art WAHRHEIT oder PFLICHT gespielt. Und da musste Markus das machen. Er hätte aber auch verweigern können!“ beteuert die Schülerin.
Inzwischen tut ihr Markus sehr leid. Der Junge ist derzeit in den Ferien, ist mit Mutter und Schwester ins Ausland gefahren. Unklar ist, ob er nach den Sommerferien in seine alte Schule zurückgeht. Bei den Quälereien auf der Klassenreise ist es nicht geblieben, danach wurde der 13jährige Junge wegen der Vorfälle auch noch in der Schule geärgert.

„Er ist wegen all dem ganz schön gehänselt worden, auch nach der Klassenreise, da fielen üble Sprüche...“ sagt Lucy und guckt etwas beschämt nach unten. Ihr tut Markus leid. Er war auf der Klassenreise ihr Freund. Aber nach der Klassenreise meldete sich Markus nicht mehr bei ihr.

Der mutmaßliche Täter Nico (13) musste die Schule inzwischen verlassen. Sein Opfer, der gleichaltrige Markus, hatte offenbar innere Verletzungen erlitten und ist – einem Interview, das seine Mutter den Lübecker Nachrichten gab zufolge – darüber hinaus auch in psychischer Behandlung.

Der Vorfall ereignete sich auf einer Klassenreise im März dieses Jahres. Markus war mit mehreren Schülern in einem Gemeinschaftszimmer untergebracht. Die Schüler ärgerten den Jungen, die Situation eskalierte. Nach Angaben von Lucy und ihrer Mutter reagierte die Klassenlehrerin auf den Vorfall kaum. Weder wurde Nico nach Hause geschickt, noch die Polizei gerufen. Obwohl Markus sich seiner Lehrerin offenbart hatte und auch über Schmerzen geklagt hatte.

Markus’ Mutter hat die betreffende Lehrerin inzwischen wegen Verletzung der Aufsichtspflicht angezeigt, berichten die "Lübecker Nachrichten". Laut Staatsanwaltschaft Kiel liegt aber bislang noch keine Anzeige vor. Das zuständige Schulratsamt Bad Segeberg versteht den Unmut der Mutter des Opfers über die Lehrerin nicht: „Das können wir nicht nachvollziehen, wir meinen, die Lehrerin hat alles richtig gemacht“, sagte Schulrätin Marianne Böttcher heute Vormittag gegenüber HAMBURG on air. Gleichwohl habe man die Polizei über den Vorfall informiert. Die Polizei organisierte daraufhin eine Art „Täter-Opfer-Ausgleich“-Gespräch. Strafrechtlich verfolgbar ist der Vorfall nicht, da der Täter nicht strafmündig ist.

Auch mit dem mutmaßlichen Täter Nico haben wir gesprochen. Ihm tut die Sache inzwischen leid. Was da genau war, will er nicht zugeben. „Ich hab doch nur mit dem Stock auf seinen Po gehauen.“ sagt er leise.

Um Täter und Opfer zu trennen wurde Nico inzwischen von der Schulbehörde an eine andere Schule versetzt.
*alle Namen geändert
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15.07.09/21:00/Hamburg/ir +++ Polizei: Sex-Gangster soll drei Mädchen missbraucht haben – Nellie (8): „Er sagte: Wenn ihr mich nicht anfasst, haue ich Euch!“ +++

Er lockt Kinder mit Geld, zieht die Kleinen aus und dann müssen die Kinder sein Geschlechtsteil berühren.
Schon mindestens vier Kinder wollen von dem Mann im schwarzen T-Shirt sexuell belästigt worden sein. Die kleine Nellie (9) hat eine so detaillierte Beschreibung abgegeben, dass die Polizei ein Phantombild zeichnen konnte.

Gibt es diesen Mann tatsächlich? Oder ist es nur eine Kinderphantasie vom „schwarzen Mann“? Kann man 100%ig sicher sein, dass sich die Kinder nicht alles nur ausdacht haben? „100%ige Sicherheit gibt es nie. Aber: Wir nehmen die Sache sehr ernst,“ erklärt uns Ralf Meyer von der Hamburger Polizei, das Landeskriminalamt für Sexualdelikte – LKA 42 – ist eingeschaltet, die Fahndung nach dem Täter läuft. Mit Fahdnungsplakat, Zeugenbefragungen, Streifefahrten im betroffenen Gebiet.

Es war ein schöner Samstag, am Spielplatz Reeseberg in Hamburg-Wilstorf. Es ist der 4. Juli, Nellie (9) und ihre zwei Freundinnen tollen ausgelassen auf den Spielgeräten in der Nähe der Schule herum. Und dann wollen die Kinder das folgende erlebt haben: Ein Mann nähert sich. Soll ich Euch beim Schaukeln anschubsen? – soll er gefragt haben. Die Kinder freuen sich. Dann sollten sie mal eben mit hinter einen Schuppen kommen. Jetzt. Dafür würde es dann auch Geld geben, am nächsten Tag.
Die Kinder finden den Mann nett, sie gehen mit. Hinter dem blauen Schuppen lässt der Mann seine Hosen herunter. Will von den Kindern angefasst werden. „Der Mann hat gesagt, wenn wir ihn nicht anfassen, dann haut er uns.“ Erzählt Nellie. Die Kinder rennen verängstigt nach Hause.

Vater Torsten K. ist entsetzt, sofort schaltet der kaufmännische Angestellte gemeinsam mit den anderen Eltern die Polizei ein. Die Anzeige wird sehr ernst genommen, das Landeskriminalamt 42 für Sexualdelikte übernimmt die Ermittlungen. Nellie und ihre Freundinnen werden befragt, das Phantombild wird erstellt. Die Ermittler hängen das Plakat überall in Wilstorf und Harburg auf, fahren seitdem auch häufig Streife in der Gegend.

Dann nimmt die Mutter der kleinen Angelique (7) Kontakt zur Polizei auf. Mein Kind hat den Mann im Fernsehen erkannt, meldet sie. Angelique wird befragt. Sie erzählt der Polizei, genau dieser Mann habe sie einige Tage vor dem Vorfall mit Nellie bereits an ihrer Schule angesprochen. Die Ermittlungen laufen weiter, die Polizei bittet die Hamburger dringend weiter um Mithilfe bei der Ergreifung des Täters.

Der Mann soll 25 bis 30 Jahre alt sein, 1,70 bis 1,80 Meter groß. Er hat kurze, rötliche Haare und einen rötlichen Bartansatz. Zur Tatzeit trug er ein schwarzes T-Shirt mit weißem, blitzförmigem Muster. Hinweise an die Polizei unter 0 40/4 28 65 67 89. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------
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15.07.09/18:00/Lübeck/ir +++ Dramatischer Hilferuf an Angela Merkel: Eltern der toten Methanol-Schüler bitten um Unterstützung bei der Aufklärung des Todes ihrer Kinder!! “ +++

Angela Merkel wird heute einen verzweifelten Brief in ihrer Post vorfinden. Es ist der dramatische Hilferuf Lübecker Väter, die ihre Kinder auf einer Türkei-Klassenreise verloren haben, die Jungs starben an gepanschtem Methanol-Fusel. Das war bereits im März. Geklärt ist bislang wenig. Die Männer sind am Ende ihrer Kraft: „Wir fühlen uns unverstanden und alleingelassen,“ schreiben sie gleich im ersten Satz, in ihrem Brief, der uns exklusiv vorliegt.

Lars Neca ist verzweifelt. Immer wieder kämpft er mit den Tränen. Zum ersten Mal äußert sich Rafaels Vater vor der Kamera: „Seit über 3 Monaten ist mein Sohn nun tot und seit über 3 Monaten kenne ich nicht mal den genauen Todeszeitpunkt!“ Offizielle Informationen über das Verfahren in der Türkei – die hat er nicht. Und die bekommt er auch nicht so ohne weiteres.

Rafaels Vater Lars N., Hans-Herrmann F. (Vater des Schülers Jean-Pierre, genannt „Jimbo“, († 17), und Frank H. (Vater der verletzten Schülerin Vanessa) haben sich zusammengetan und gemeinsam den Hilferuf-Brief an Angela Merkel aufgesetzt.
Lange haben die Väter versucht, alles über das türkische Verfahren zu erfahren, aber ihr deutscher Anwalt kann hier nicht helfen und auch endlose Telefonate mit Konsulaten, beim Innen- und Außenministerium führten zu nichts. Dazu der „normale“ Papierkrieg im Zusammenhang mit dem Tod ihrer Kinder.
„Wir können einfach nicht mehr.“ sagt Lars N. leise und fügt hinzu: „Wir wollen eigentlich nicht um Geld betteln, aber es wäre schön, wenn Frau Merkel uns helfen würde, die Anwältin unseres Vertrauens in der Türkei zu finanzieren. Sie ist unsere einzige Chance, echten Einfluss aufs Verfahren zu nehmen.“
In einem emotionalen Appell spricht Lars Neca die Bundeskanzlerin über unsere Kamera direkt an: „Frau Merkel, wenn Sie diesen Bericht sehen: Wir möchten Sie um Hilfe bitten! Daß Sie prüfen, ob es möglich ist, uns jemanden an die Seite zu stellen, der uns hilft, die Sache in der Türkei zum Abschluss zu bringen.“
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04.07.09/18:00/Wrestedt/ir +++ Mordfall Yasmin Stieler (†, 18): Mutter fleht Täter an: „Gestehe endlich die Tat und gib mir die Hände meiner Tochter zurück!“ +++

Immer wieder drückt Rosemarie Schäfer aus Wrestedt (Nds) in diesen Tagen den Kuscheltier-Esel Peter trostsuchend an ihr Gesicht. Tränen tropfen auf das graue Plüschfell. Der Esel Peter gehörte ihrer Tochter Yasmin, die ihn zuletzt vor 12 Jahren im Arm gehabt hat. Das war 1996. In dem Jahr, als die Gymnasiastin auf dem Weg zu einer Disco brutal aus dem Leben gerissen wurde. Von einem Mörder, der die 18Jährige tötete, ihre Leiche zerteilte und an verschiedenen Orten versteckte.

12 Jahre ist es her und noch immer findet die Frau aus Wrestedt keine Ruhe.
Denn die Mutter durfte ihr einziges Kind nicht vollständig beerdigen. Die Polizei fand Torso, Beine und Kopf der Leiche an unterschiedlichen Orten, die Hände blieben verschwunden.
Und genau das lässt Rosemarie Schäfer keine Ruhe finden: „Ich möchte von dem Mörder meine Tochter komplett beerdigen! Das ist mein ganzes Zielstreben!“

Yasmin würde jetzt im Juli 31 Jahre alt werden – aber, dass Rosemarie Schäfer der Tod ihrer Tochter gerade jetzt wieder so zu schaffen macht, hat noch einen anderen Grund. „Ich habe den Glauben in die Justiz verloren!“ sagt Rosemarie Schäfer matt. Denn gerade ist ihre Hoffnung, dass der Täter in einem Prozess Details preisgibt und verurteilt werden könnte, zerstört worden. Der Tatverdächtige, dem in Kürze der Prozess gemacht werden sollte, hat nichts mehr zu fürchten. Das Oberlandesgericht hat vor wenigen Tagen entschieden: es wird keinen Prozess gegen den Mann geben, den die Staatsanwaltschaft für den Täter hält. Es gab viele Indizien dafür, dass der Richtige gefasst war, bestätigt auch Ingo Groß vom Oberlandesgericht Braunschweig, „aber: Echte Beweise gab es nicht, eine Verurteilung ist nicht wahrscheinlich“ erklärt er.

Rechtsanwalt Maik Kröger, der Rosemarie Schäfer als Nebenkläger vertritt, schüttelt darüber den Kopf: „Der Beschuldigte hat ja gegenüber mehreren Personen gesagt: Wenn man es mir beweisen würde, würde ich es gestehen. Sowas sagt man sicherlich nicht aus Jux! Das ist vom Gericht zuwenig gewürdigt worden!“

„Jetzt ist man WIEDER zum Warten verurteilt,“ resümiert Rosemarie Schäfer verzweifelt und spricht den Täter über unsere Kamera direkt an: „Wenn der Täter dies sieht und hört! Bitte melden Sie sich und geben Sie es zu!“

Die 18jährige Yasmin, die Tierärztin werden wollte, war im Oktober 1996 auf einer Discofahrt nach Braunschweig ermordet und zerstückelt worden. Den Torso der Gymnasiastin fand ein Hobbygärtner sechs Wochen nach ihrem Verschwinden in einem Erdloch am Vechelder Bahndamm. Kopf und Beine wurden an anderen Stellen gefunden, die Arme blieben bis heute verschwunden. Trotz umfangreicher Ermittlungen wurde Yasmins Mörder nie gefasst.
Im September 2008 dann der vermeintliche Durchbruch: Der 42jährige Harald N. (Name geändert), ein Familienvater aus Vechelde, wird unter dringendem Tatverdacht festgenommen

Im März muss das Gericht den Haftbefehl gegen Harald N., der die Tat bestreitet, wegen mangelnder echter Beweise wieder aufheben. Kurz darauf lehnte das Landgericht dann auch die Eröffnung des Hauptverfahrens ab. Eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft blieb ohne Wirkung, das Oberlandesgericht Braunschweig bestätigte die Entscheidung des Landgerichts. N. bleibt auf freiem Fuß, es wird keinen Prozess geben. Rechtsmittel gibt es gegen diese Entscheidung keine mehr.

Wird der Täter nun niemals dingfest gemacht? „Die Hoffnung stirbt zuletzt... und die Hoffnung, die gebe ich nicht auf.“ sagt Rosemarie Schäfer mit fester Stimme.
Sie will weiter hoffen, dass sie ihre Tochter doch noch komplett zurückbekommt und dann endlich ein bisschen Frieden findet.

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