25.11.08/18:15/Kiel/ir +++ Überraschendes Urteil gegen Pferdequälerin - 1 Jahr, 9 Monate auf Bewährung für ehemalige Dressur-Weltcupreiterin – reiten darf sie weiter! +++

Überraschendes Ende im Prozess um die angeklagte Pferdequälerin aus Norderstedt, die seit 18.11. vor dem Kieler Landgericht steht!

Die 60Jährige handelte mit ihrem Anwalt heute eine Bewährungsstrafe aus, im Gegenzug legte sie ein Geständnis ab.

Der Prozesstag endete gegen 18:15 Uhr mit dem Urteil: Das Kieler Landgericht sprach die ehemalige Dressurweltcupreiterin schuldig, in 10 Fällen gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben. In der Urteilsbegründung hieß es, sie habe Pferde roh gequält und misshandelt.

Pferdeliebhaber dürfte das Urteil zumindest teilweise entsetzen, denn: Die 60Jährige darf zwar keine Pferde mehr halten, reiten ist aber erlaubt...

Sollte die Frau allerdings innerhalb der nächsten 4 Jahre (so lange ist ihre Strafe zur Bewährung ausgesetzt) wieder beim Pferdequälen erwischt werden, muss sie ein Jahr und 9 Monate ins Gefängnis.

Die heute gerichtlich ausgesprochenen Verbote im Einzelnen:
1. Es ist der Frau aus Norderstedt außerdem verboten, in den nächsten 3 Jahren Pferde in jedweder Form zu halten.
2. Darüber hinaus ist ihr auch der berufliche Umgang mit Pferden untersagt.

Erlaubt:
Sie darf noch mit Pferden handeln.

Weiter muss sie 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Jeder Wohnsitzwechsel ist unverzüglich mitzuteilen.

Der vorsitzende Richter sagte in seiner Urteilsbegründung: „Sie haben gut daran getan, mit uns heute das Gespräch zu führen, Frau W.“

Das Gutachten des Tierarztes und Pferdeexperten Dr. Peter Stadler aus Hannover hatte bei der heutigen Entwicklung eine große Rolle gespielt, erklärte Gerichtssprecher Kai Thomsen. Stadler hatte heute erläutert, dass das Schmerzempfinden bei Pferden ähnlich stark ausgeprägt ist, wie beim Menschen. Das war seitens der Angeklagten zuvor bezweifelt worden.

Bereits am Morgen hatte einer ihrer Verteidiger die Befangenheitsanträge gegen die beiden Gutachter zurückgezogen. W. hatte mit dem Gericht hinter verschlossenen Türen verhandelt und dann schließlich mit ihrem öffentlichen Geständnis den Weg frei für ein schnelles Urteil gemacht.

WIR WAREN VOR ORT, HABEN BILDER UND O-TÖNE.

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30.11.08/12:00/Hamburg/ir +++ Bestialischer "Disco-Mord" an 16jähriger Sonja Ady – Staatsanwaltschaft glaubt, Täter nach 21 Jahren mit DNA überführt zu haben: Jetzt steht Sonjas mutmaßlicher Mörder in Stade vor Gericht! +++

Der Fall gilt als einer der spektakulärsten Mordfälle der letzten Jahrzehnte: Sonja Ady wurde vor 21 Jahren tot auf einem einsamen Feldweg nähe Bremervörde aufgefunden. Gefesselt an Händen und Füßen, mit mehr als 60 Messerstichen und Bisswunden und nackt. Der Bürgermeister von Ebersdorf ist damals einer der ersten am Tatort, er alarmiert die Polizei . Vor unserer Kamera erinnert sich der 77 Jährige: "Ich habe sofort gesehen, dass das Mädchen tot war. Sie war ganz weiß, da konnte man nichts mehr machen." Auch 21 Jahre nach der Tat erinnert er sich noch genau an den schwülen Sommertag aus dem Jahr 1987. Er kann uns noch ganz genau zeigen, an welcher Stelle er das Mädchen liegen sah.

Ein Nachbar von Sonjas Eltern berichtet vor unserer Kamera: "Ich bin damals morgens von den Schreien der Mutter wachgeworden. Das war, als die Polizei ihr die Todesnachricht überbracht hat. Da hatten sie Sonja gerade gefunden." Er schüttelt den Kopf. Auch nach all der langen Zeit hat der Mann dieses Ereignis immer noch im Kopf , als sei es gestern gewesen. Hans-Dieter M. hat damals als Bauer auf dem Hof seiner Eltern gearbeitet. Er hatte im Morgengrauen die Kühe gemolken, sich dann nochmal hingelegt. Bis er von den Schreien wach wurde und an Schlaf nicht mehr zu denken war.

Am Montag (01.12.) beginnt nun das Verfahren um den spektakulären Mordfall. Vor dem Stader Landgericht muss sich ein 40Jähriger in einem Indizienprozess verantworten. Auch er war damals in der Disco. Ein Jugendlicher. Einer von vielen, aber er soll der Täter sein. Er soll am 23. August 1987 die damals 16-jährige Sonja Ady getötet haben. Nach der Feststellung von DNA-Spuren sind die Ermittler 21 Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Mädchens sicher, den Täter gefunden zu haben.

Sonja wurde in der Nacht des 23. August 1987 in der Bevener Diskothek „Ta-töff“ gegen 1:50h zum letzten Mal gesehen. Es wird vermutet, dass die 16Jährige versucht hat , per Anhalter nach Hause zu kommen. Einen Tag später - am 24. August - fand ein Ehepaar aus Ebersdorf die Leiche des jungen Mädchens auf einem einsamen Feldweg nahe Alfstedt. Sie alarmierten den Bürgermeister des Ortes, der selbst zu der Fundstelle ging und die Polizei alarmierte.

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21.11.08/15:00/STADE/BUXTEHUDE/ms +++ HAMBURG on air exklusiv: Ermordete Studentin Kristin – jetzt spricht die Mutter des Mörders „Es tut mir alles so leid!“ ! +++

Markus` (Name geändert) Mutter ist fassungslos. Ihr Sohn ist ein Mörder. Sie sitzt schluchzend zuhause (Landkreis Stade), seitdem sie weiß, dass ihr Junge verhaftet wurde. Was passiert ist – sie kann sich es überhaupt nicht erklären.

Der Hundetrainer kümmerte sich liebevoll um seine Hunde, sagte seine Mutter im HAMBURG on air-Exklusivinterview, was nur in ihn gefahren ist, möchte sie wissen und ihn das am liebsten selbst fragen. Was Kristins Familie jetzt durchmachen muss, mag sie sich gar nicht vorstellen.

Der junge Mann hatte zuletzt Beziehungsprobleme gehabt. Seine Freundin hatte sich von ihm getrennt, er war daraufhin vor 2 Monaten wieder zu seinen Eltern gezogen.

Der heute 27Jährige hatte mit 15 seinen Hauptschulabschluß gemacht, hat dann eine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker abgebrochen. Zuletzt hatte er sich nur mit Hunden beschäftigt. Seine beiden Hunde waren sein Ein und Alles.

Warum der 27Jährige „polizeibekannt“ ist, dazu wollte sich seine Mutter nicht äußern.

Einigen seiner Freunden zufolge, er sei häufig in Schlägereien und wohl auch mal in Drogengeschäfte verwickelt gewesen.

Die bildhübsche Studentin Kristin war nach einem Disco-Besuch in Buxtehude am Montagabend ermordet aufgefunden worden. Sie war erstickt worden. Es habe einen Streit gegeben, sagte der Täter, den sie offenbar erst an dem Abend kennengelernt hatte, der Polizei in seinem Geständnis.

(Freie Nutzung der INFOS bei Nennung „Nachrichtenagentur HAMBURG on air“, Bild- und Tonmaterial honorarpflichtig.)

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19.11.08/16:00/STADE/BUXTEHUDE/(UPDATEI)ms/ir +++ Ermordete Studentin Kristin - Täter gefasst, Geständnis! +++

Fotos des Opfers (im Original größer)

Die Polizei hat den Mörder der Studentin Kristin K. gefasst. Es ist der Mann, nach dem die Polizei zuvor gesucht hatte, der junge Mann, mit dem die 21Jährige zuvor in der Disco noch geredet hatte.

Die Ermittler hatten den 27Jährigen zunächst als Zeugen befragt, er ist dann am gestrigen Abend in seiner Wohnung festgenommen worden. Inzwischen hat der junge Mann die Tat auch gestanden. Er habe mit Kristin die Disco verlassen und sei dann draußen mit ihr in Streit geraten. Worum es ging, ist noch unklar.

Kristin K. ist erstickt worden, weitere Details über Verletzungen liegen HAMBURG on air vor und werden nachberichtet.

Die bildhübsche Studentin war nach einem Disco-Besuch in der "Garage" in Buxtehude am Montagabend ermordet aufgefunden worden. Ihr Mörder kommt aus dem Landkreis Stade, weitere Einzelheiten gibt die Polizei über ihn nicht preis.

HAMBURG on air hat zwei exklusive Fotos des Opfers (s.o.)

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18.11./10:00/Kiel/ir +++ Prozessauftakt in Kiel: Mutmaßliche Pferdequälerin muss sich seit heute vor Gericht verantworten – Pferdefreunde fordern von deutscher Justiz: „Stoppt endlich das Treiben dieser Frau!“ +++

„Die Justiz muss endlich sicherstellen, dass diese Frau nie wieder mit einem Pferd in Berührung kommt!“

Pferdeschützerin Inga H. ist für den Prozess gegen Frau W. extra aus Dänemark angereist. Sie verfolgt das Treiben der W. schon seit Langem. Jetzt, so hofft Inga H. wie viele andere hier, wird die deutsche Justiz dem Treiben der ehemaligen Weltcup-Dressurreiterin endlich ein Ende setzen.

Seit heute muss sich die Beschuldigte vor dem Kieler Landgericht wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Laut Anklage hat die Beschuldigte zwischen September 2006 und Juni 2007 in 15 Fällen einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen zugefügt. Weiter heißt es in der Anklage, „sie hat beim Reiten und bei der Ausbildung Pferde in einer Art und Weise misshandelt, die das Wohlbefinden der Pferde über einen längeren Zeitraum wesentlich beeinträchtigt haben.“

Die Angeklagte hat stets abgestritten, Pferden Schmerz zuzufügen. „Ich mache doch gar nichts“ sagte sie in unsere Kamera und es klingt fast beleidigt, als wir sie im September dieses Jahres in Dänemark aufspürten. Hierhin war sie ausgewichen, da sie in Deutschland berufliches Umgangsverbot mit Pferden hat. Hier setzte die Frau die Trainingsmethoden fort, die u.a. von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung aufs schärfste verurtelt werden.

Die Pferdefreundin und Zeugin diverser Vorkommnisse in Dänemark, Inga H., ist vor allem entsetzt, auf welche Weise die Frau ihr Tun rechtfertigt: “Es ist absolut dreist, wenn sie. behauptet, dass Pferde keinen Schmerz empfinden! Pferde sind im Gegenteil sehr schmerzempfindlich!“

Der Prozess in Kiel ist nicht das erste Verfahren gegen die Frau. Ein Gericht hat gegen sie bereits ein berufliches Umgangsverbot mit Pferden verhängt. Doch die 60Jährige machte daraufhin einfach in Dänemark weiter, dort gibt es (bisher) keine Verbote gegen sie. Inzwischen ermittelt allerdings auch die dänische Polizei gegen sie. Frau W. hat reagiert und ihre Zelte auch dort wieder abgebrochen. Ob und wo sie heute noch Pferde trainiert, ist derzeit unklar.

Nach den nicht abreißenden Schlagzeilen um das Treiben der Berufsreiterin sind heute viele empörte Pferdefreunde zum Prozess nach Kiel gekommen. KUNDEN:...mehr: Bestellen: 040/ 8222 03 70 oder 0179 - 4666 805 oder Mail.

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13.11./18:00/HAMBURG/JUSTIZ/ir +++ HAMBURG on air exklusiv: Einzelnes Unfallopfer verklagt Versicherungsgruppe auf Schadensersatz in Höhe von knapp 4,4 Millionen Euro – Hamburger Landgericht Gericht sieht Chancen auf Erfolg! +++

(Text-Veröffentlichung honorarfrei bei Nennung der Quelle „Nachrichtenagentur HAMBURG on air“)
4,4 Millionen Euro Schadensersatz - diese Summe fordert eine junge Frau von einem internationalen Versicherungskonzern. In der zivilrechtlichen Auseinandersetzung vor dem Hamburger Landgericht geht es damit bei dieser Klage eines einzelnen Opfers um eine Forderung in einer für Deutschland sehr außergewöhnlichen Größenordnung.

Das Hamburger Landgericht hat der Klägerin bereits Prozesskostenhilfe bewilligt. Das geschieht nur in Fällen, in denen die Klage Aussicht auf Erfolg hat. „Im Amtsdeutsch heißt es, die beabsichtigte Rechtsverfolgung muss hinreichende Aussicht auf Erfolg haben“, bestätigt die Sprecherin des Hamburger Landgerichts, Sabine Westphalen.

Der Buchholzer Fachanwalt für Versicherungsrecht Jürgen Hennemann vertritt das Opfer, er glaubt: „Soweit ersichtlich handelt es sich hierbei um die höchste Bewilligung von Prozesskosten für einen einzelnen Geschädigten, die von einem deutschen Gericht jemals gewährt wurde. Ich hoffe, dass wir das Verfahren nun schnell durchziehen können.“

Das Opfer ist eine 23jährige Frau, sie hatte vor ca. vier Jahren einen schweren Autounfall. Die heute 23Jährige war dabei als Beifahrerin aus einem Auto geschleudert und dabei lebensgefährlich verletzt worden.

Die junge Frau ist heute ein Vollpflegefall, sie ist geistig und körperlich schwer behindert, sitzt im Rollstuhl und kann sich praktisch nur noch über Laute und Gebärden verständlich machen.

Der Unfallverursacher war der Fahrer des Fahrzeugs. Sein Versicherer wird von dem Opfer in Anspruch genommen und hat bislang lediglich einen Teil des geforderten Schadensersatzes gezahlt. Nach Angaben von Rechtsanwalt Hennemann sind es bislang lediglich rund 5% der insgesamt geforderten Summe eingegangen. Der Rest soll nun eingeklagt werden. Die Gesamtforderung: Knapp 4.4 Millionen Euro.
1311081800/ir



11.11./13:00/Oldenburg/ir/ +++ Holzklotzprozess: „Ich wollte Herzmassage machen, aber alles war kaputt.“ - Bewegende Aussage des Witwers. Polizeibeamtin, die als erste am Tatort war, suchte Brücke nicht nach möglichen Tätern ab! +++

von Inken Ramelow

Ein schneller Blick aus den Augenwinkeln auf den Witwer, dann setzt sich Nikolai H., stützt sich auf die Ellenbogen, legt seine Arme verschränkt vor sich auf den Holztisch und guckt nach unten. In dieser Pose verharrt er praktisch die gesamten ca. 30 Minuten, die der Witwer der Olga K. über seinen wahr gewordenen Albtraum aussagt: Den Abend des Ostersonntags.

Olga hätte noch telefoniert, erst mit einem Schwager, dann noch mit ihrer Tante. Dann hätte er sich noch mit ihr unterhalten, über zuhause, alltägliche Dinge. Dann war es ein paar Minuten ganz ruhig im Auto. Und dann kam die Brücke.
Wladimir (Alexander) K. erinnert nur den Knall, Splitter flogen durch das Auto, die Kinder schrien. Die Luft wirbelte herein, der Wagen war schwierig zum Stehen zu bringen, die Situation unübersichtlich.

Die Kinder schrien und von Olga kam gar nichts, berichtet der Witwer dem Gericht mit bemüht fester Stimme. „Das war ungewöhnlich. Dass die Kinder schreien und Olga nichts sagt. Ich rief sie an, mit Namen, zweimal.“

Wladimir K. hatte den Holzklotz auf dem Schoß seiner Frau gleich gesehen und begriffen. „Jemand wirft Gegenstände auf die Fahrbahn“ – und so ging auch die Meldung an die Polizeibeamtin, die als erstes vor Ort war. Sie sprach mit dem Mann, sah sich das Auto an, die Fahrbahn – war allerdings nicht auf der Brücke. Zu einem Zeitpunkt, an dem der Täter vermutlich noch in der Nähe war.

Die Arbeit der Polizei möchte der Schwager der Toten, Steffen Woitaczak dennoch nicht kritisieren. Die werden ihren Job schon richtig gemacht haben, hofft er.

Wie auch vergangene Woche hat er heute seinem Schwager an diesem schweren Tag der Aussage beigestanden.
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